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Deckentraining

Aktualisiert: Sept 9

Heute soll es mal um das Thema Deckentraining gehen. Vorab: Ich bin kein Hundetrainer! Ich schildere hier unsere Methoden und unseren Alltag, das hat keineswegs Allgemeingültigkeit und kann bei eurem Hund auch der falsche Weg sein oder nicht zu euch passen.

Ich habe mit Nero von Anfang an Wert drauf gelegt, dass es Ruhe gibt. Ich finde innere Ruhe ist das absolute Grundziel der Hundeausbildung. Ich wollte keinen fiependen aufgeregten Hund, wenn es zum Spaziergang losgeht und auch keinen Hund der ständig um meinen Besuch herumspringt. Der erste Schritt ist hier natürlich, dass man auch selber Ruhe haben sollte. Wenn ich selber aufgeregt den Spaziergang starte ist mein Hund natürlich auch aufgeregt.


Morgens z.B. gehe ich mit Nero meistens Joggen. Das heißt unser morgen läuft folgendermaßen ab: Nero weckt mich zwischen 6 und 7Uhr, ich stehe in aller Ruhe auf, putze meine Zähne und ziehe mir die Sportkleidung an. Das passiert alles ohne Hektik und Nero liegt währenddessen noch irgendwo rum und wartet geduldig bis wir rausgehen.


Das ist also die wichtigste Basis um auch von seinem Hund ein entspanntes Verhalten zu erwarten.


Wofür jetzt das Deckentraining?

Nero ist generell ein sehr neugieriger Hund der gerne überall guckt und dabei ist. "Wo läuft Oma jetzt hin?" "Wer kommt da jetzt noch vorbei?"

Deshalb haben wir relativ schnell am Anfang Deckentraining begonnen. Gerade nach Spaziergängen ist es wichtig, dass er zur Ruhe kommt um den Spaziergang zu verarbeiten.


Jäger nutzen das Deckentraining übrigens schon Ewigkeiten bei ihren Jagdhunden. Es wird dort gewartet bis die Arbeit beginnt.


Es fällt ihm allerdings relativ schwer, sich einfach irgendwo hinzulegen und zu entspannen, zuhause macht er das aber in "fremder" Umgebung ist er da einfach ein bisschen unsicher vor allem wenn zusätzliche Reize auf ihn wirken - Gerüche, Menschen stehen auf und setzen sich wieder, etc.


Nero bekommt also seine Decke hingelegt, wir haben da zwei verschiedene, die eine kann man etwas kleiner zusammenfalten und sie passt damit auch in jeden Rucksack. Dann wird er mit "Decke" auf die Decke geschickt und mittlerweile ist es so, dass er quasi direkt den Kopf ablegt und entspannt.


Aufgebaut haben wir das natürlich zuhause in kleinen Schritten mit Clicker und Belohnungen. Auch einfach mal daneben setzen und streicheln damit er zur Ruhe kommt ist eine tolle Möglichkeit und hat bei uns gut funktioniert.


Wichtig ist hier wie immer: Was nicht verstanden wurde, kann nicht ausgeführt werden. Achtet drauf, dass euer Hund versteht was ihr von ihm möchtet und arbeitet auch mit Körpersprache


Zusammenfassung:


- Ihr braucht ein extra Kommando. "Platz" und "Bleib" sind hier nicht passend.

- Gerade am Anfang ist es wichtig, dass ihr die "Decke" auflöst und er sie nicht selbständig verlässt. Das heißt mit kleinen Schritten anfangen, 30sek, 1min, 5min.

- keine Bestrafungen, die Decke soll sein Ruhe Ort sein, das heißt das Training muss auch mit Ruhe angegangen werden und je nach Sensibilität des Hundes macht man sich das schon zu Anfang schnell kaputt.

- Arbeit mit Clicker oder Markerwort führt auch hier schneller zum Erfolg. Decke auf den Boden legen und clickern sobald der Hund die Decke berührt. Im nächsten Schritt wenn er drauf steht, dann wenn er ein Platz anbietet etc.

- Fangt mit der gleichen Decke an und nutzt diese NUR für das Deckentraining. Ich kann die Dog 'n' Roll von MooiZo empfehlen, da sie wie gesagt in fast jede Tasche passt und auch ein Schäferhund drauf Platz findet, ausserdem hat sie zwei Seiten und die eine ist sogar schmutzabweisend für draußen.


Kommentiert gerne, falls ihr noch Fragen habt. Sonst bin ich natürlich wie immer bei Instagram oder per Mail erreichbar.


Liebe Grüße

Wina und Nero


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